Breitband ist das Rückgrat der digitalen Gesellschaft. Bis 2018 soll in Deutschland eine flächendeckende Netzinfrastruktur mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit/s entstehen. Wo steht die Hauptstadt Berlin? Ein Überblick in interaktiven Visualisierungen.
Seit fünf Jahren erhebt die Berliner Senatsverwaltung Daten zum Breitbandausbau auf Ortsteilebene. Die Daten zeigen, dass Teile Ostberlins noch 2011 massiv unterversorgt waren. Inzwischen holt der Osten auf, der Bezirk Pankow bleibt aber Schlusslicht.
Für normales Surfen im Internet und die meisten anderen webbasierten Anwendungen sind 16 Mbit/s-Anbindungen ausreichend.
50 Mbit/s Anbindungen erlauben darüber hinaus das nutzen von neuen HD-Streaming Diensten und professionellen Anwendungen.
Klicken Sie auf einen der Bezirke für eine detailliertere Übersicht der einzelnen Ortsteile.
Der Großteil Berlins ist heute mit schnellem Internet erschlossen. In dieser zoombaren Karte lassen sich die Anschlüsse bis auf Ebene der einzelnen Häuserblocks nachverfolgen.
Viele der Berliner Wissenschafts- und Kultureinrichtungen sind durch das Berliner Wissenschaftsnetz BRAIN an das landeseigene Glasfasernetz angeschlossen. Hier können sogar Geschwindigkeiten bis zu 10 Gbit/s erreicht werden.
10 Gbit/s Highspeed
Wissenschaftsnetzwerk
Anteil der Haushalte mit 50Mbit/s Breitband
In Berlin pulsiert das digitale Leben. Die Visualisierung zeigt die Social Media-Nutzung der letzten 24 Stunden und den Datenverkehr am Berliner Internetknoten BCIX. In den Abendstunden steigt der Traffic durch die Nutzung datenintensiver Angebote wie etwa Videostreaming.
In der Karte und der kreisförmigen Zeitleiste sehen Sie Twitter und Instagram-Aktivitäten der letzten 24h.
Anteil der Haushalte
mit 50Mbit/s Breitband
Prozentuale Verteilung der in Berlin verfügbaren Breitband-Technologien, abhängig von der maximal zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit.
Datenquelle:BMVI
Obgleich in der Region Berlin der Großteil der deutschen Glasfaserkabel verlegt wurden, gibt es immer noch einige unterversorgte Bereiche.
Nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes haben sich in Berlin verschiedene Provider etabliert, die auf unterschiedliche Weise den Internetzugang ermöglichen.
Finden Sie heraus welcher Anbieter für welche Technologie zuständig ist. Fahren Sie einfach mit der Maus über die interaktive Grafik, um mehr zu erfahren.
Neben kabelgebundenen und mobilen Breitbandanbindungen gibt es mittlerweile auch eine Reihe von Anbietern, die satellitengestütztes Internet in Berliner Haushalte bringen.
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Im folgenden geben wir Einblicke in die Entwicklung der Visualisierungen und der zugrundeliegenden Daten.
Ausgangspunkt des Projekts war die Veröffentlichung einer Detailauswertung zum Breitbandausbau der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Die Datengrundlage bildet der Breitbandatlas, der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur vom TÜV Rheinland erstellt wurde. Die Daten zum Berliner Gebäudebestand stammen aus dem FIS-Broker. Da die von der Senatsverwaltung veröffentlichten PDF-Dokumente nicht maschinenlesbar waren, haben wir sie entsprechend überarbeitet. Die aufbereiteten Daten stellen wir über ein Github-Repo zur Verfügung.
Das Berliner Wissenschaftsnetz BRAIN verbindet Wissenschafts-, Kultur- und Bildungseinrichtungen über ein landeseigenes Hochgeschwindigkeitsnetz. Neben Echtzeitinformationen zum Status des Netzwerks stellt BRAIN auch einen groben Netzwerkplan der angeschlossenen Institutionen zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes haben wir diesen Plan georeferenziert. Diese aufbereiteten Daten sind ebenfalls im Github-Repo enthalten.
Zur Darstellung der Social Media-Nutzung in Berlin nutzen wir die frei zugänglichen APIs von Twitter und Instagram. Da über die APIs nur relative Werte ermittelt werden können, geben wir keine genauen Zahlen der Tweets und Bilder an, sondern lediglich Trends. Aus Datenschutzgründen speichern wir keine detaillierten Informationen, sondern generieren nur ein grobes Mapping der geteilten Tweets und Bilder. Aufgrund der Nutzungsbestimmungen der Unternehmen können wir die Rohdaten hier nicht veröffentlichen. Als weitere Referenz für den Nutzungstrend errechneten wir die durchschnittliche Nutzung des Internetknotenpunktes BCIX. BCIX stellt sowohl Echtzeit- als auch historische Daten für den Standort Berlin zur Verfügung.
Die Technologiestiftung Berlin setzt sich für Open Data und Open Source ein. Dahinter steht der Gedanke, durch das Bereitstellen von Daten oder Software Innovationen zu fördern. Mit den Visualisierungen auf dieser Seite wollen wir zeigen, dass aus offenen Daten spannende Projekte und neue Einsichten entstehen können. In diesem Sinne stellen wir nicht nur die von uns genutzten Datensätze (soweit möglich), sondern auch den Code der hinter den Visualisierungen steckt, zur freien Weiternutzung zur Verfügung. Fühlen Sie sich inspiriert, ein eigenes Projekt damit zu entwickeln!